Die Frage kann nur lauten: Gibt es Thailand-spezifische Risiken für Gesundheit und Besitz, die man vermeiden kann, wenn man sie kennt? Eine kleine Liste.
Wir haben zum Anlass dieses Posts alle erreichbaren Quellen ausgewertet und wo möglich Abhilfe vorgeschlagen. Einige Blogger haben hierzu allerdings schon ein ganz schönes anderes Fazit gezogen: Wenn das Auswärtige Amt als wichtigste Referenz sich zu Deutschland als Reiseziel äußern würde, dann käme kein Mensch mehr nach Deutschland. Der Spiegel mahnt hier schon treffender an, dass der große Leichtsinn, also eher urlaubs(launen)bedingte Nachlässigkeiten Leib und Leben in einer Weise gefährden, wie dieselben Menschen dies in Deutschland kaum je tun würden:”Selbstüberschätzung, Alkohol, Sex, kein ausreichender Versicherungsschutz bei Unfall und Erkrankung – die Sündenliste ist in Thailand lang.”
+ Gesundheitsrisko: Besonders für ältere Männer mit Kreislauf- oder Herzbeschwerden kann ein ‘Cocktail’ aus Alkohol, Viagra und Sexspielen mit einer Barlady bei tropischen Temperaturen tödlich enden. Abhilfe: Zimmer mit Klimaanlage? (Scherz!)
+ Überraschende Gründe für Abschiebehaft: Schon ein Joint, insbesondere aber auch eine überzogene Aufenthaltserlaubnis führen schnell zu deutlichen Geldstrafen. Ein Aufenthalt von mehr als 4 Wochen macht ein Visum erforderlich. Können Geldstrafen nicht beglichen werden, landet der Betroffene schnell in Abschiebehaft. Abhilfe: Kein leichtfertiger Umgang mit offenkundigen Rechtsfragen: Illegale Drogen (alles außer Alkohol) und den Aufenthaltsbestimmungen für Ausländer. Vorher über Visumsbedingungen genau informieren – im Zweifelsfall Kontakt zur Deutschen (Österreichischen/ Schweizer) Botschaft aufnehmen und erkundigen.
+ Trickbetrug 1 “Schlepper”: In Touristenhochburgen sprechen Tuktuk-Fahrer Touristen an und fahren diese dann gezielt zu Geschäften, wo diese zum Kauf von wertlosen Dingen für überhöhte Preise gezwungen werden. Abhilfe: Nicht ansprechen lassen. Empfehlungen von Tuktukfahrern nicht folgen. Fahren diese nicht dort hin, wo Sie hin wollen, sofort anhalten lassen und aussteigen. Nicht zögern, bis man in abseitige, verkehsarme Gegenden gerät und meint, man bräuchte den Fahrer für den Rückweg.
+ Trickbetrug 2 “Bedrohung durch Polizei nach Unfallbeteiligung”: Überhöhte Schandenersatzforderungen von Unfallbeteiligten werden mit Polizeihilfe durchgesetzt, indem diese mit einer Ausreisesperre droht. Abhilfe: Keine Miete ohne Versicherung! Bei Drohung durch Polizei nicht darauf eingehen. Sobald möglich, Kontakt zur eigenen Botschaft aufnehmen.
+ Trickbetrug 3 “Juweliere”: Thailand hat ein großes Vorkommen an Halbedelsteinen und eine große Schmuckindustrie. Dies kann jedoch nicht verhindern, dass seriös erscheinende Geschäfte Touristen billige Fälschungen verkaufen. Abhilfe: Für den Schmuckkauf Juweliere gezielt aussuchen. Eventuell in gehobenen Hotels Empfehlung geben lassen.
+ Unterversicherung bei Mietwagen, -motorrädern und Wassersportgeräten: Viele Verleiher vermieten billigst, aber ohne (ausreichenden) Versicherungsschutz. Abhilfe: Bestehen Sie auf eine Haftpflicht- und Unfallversicherung. Auch sollten Sie vor der Reise mit Ihrer Krankenversicherung klären, ob sich eine Reisekrankenzusatzversicherung empfiehlt – etwa für den Krankenrücktransport usw. Ohne Versicherung können alle diese Dinge Ihr gesamtes Reisebudget schnell um ein Vielfaches übersteigen.
+ Gerüchteweise hören und lesen wir immer wieder von Fällen, in denen Besucher in Rotlichtbezirken mit k.o.-Tropfen ausgeschaltet und beraubt wurden. Die wachen dann ohne Erinnerung an die Vornacht, ohne Geld und Papiere am nächsten Tag in der Gosse auf. Abhilfe: Keine k.o.-Tropfen trinken ;-) Der Besuch bestimmter Lokalitäten empfiehlt sich vielleicht nicht allein. Wenn jemand bessere Empfehlungen hat, gern schreiben.
+ Vergewaltigungen bei Mondscheinparties, teilweise mit Todesfolge, durch alkoholisierte Partybesucher – das lesen wir auch beim Auswärtigen Amt. Tatsächlich finden sich sehr wenige Hinweise auf solche Vorkommnisse. Abhilfe: Mit Freunden/Freundinnen auf Parties gehen und aufeinander achten, soweit das geht.
+ Strafe für Drogenmißbrauch und Drogenbesitz: Realistischerweise muss man sagen, dass Besucher aus westlichen Ländern in Urlaubstimmung in Thailand Drogen wie Marihuana leicht bekommen und wenn, dann ohne Schuldgefühl oder -bewusstsein genießen. Doch für unser Empfinden können die Strafen hierfür drakonisch ausfallen: Das AA weist auf einen Fall aus jüngster Zeit hin, in dem der Besitz von 37 Gramm Rauschgift mit lebenslänglicher Haftstrafe geahndet wurde. Abhilfe: Größtmögliche Zürückhaltung, zumindest große Diskretion bei Erwerb und Genuss. Wenn schon unbedingt, dann ausschließlich sofortiger und restloser Verbrauch. Rat an die Taschengeldmafia (Studis, Auszubildende, usw.): Der Rest ist noch 100 Baht wert und wird nicht weggeworfen? -> Aufrauchen, verschenken oder sich vorstellen, wie so ein paar Jahre Gefängnis in den Tropen schmecken. Insbesondere die Mitnahme von Gegenständen unbekannten Inhaltes ausschlagen! Dummheit zieht Strafe an!
Wer hierzu Erfahrungen oder weitere Hinweise hat, bitte unbedingt mailen!














